“Bedarf erkannt, Kosten (erneut) gebannt”. So oder so ähnlich könnte man die Bemühungen von Cellity wohl beschreiben. Aber fangen wir von vorne an.
Die Idee:
Berlin, die Sonne scheint, Sarik Weber erläutert die Absichten und das Einsatzfeld von Cellity in Workshop1 auf der re:publica. Gegen Ende der Präsentation geht die anschliessende Diskussion u.A. recht schnell in Richtung Twitter, primär zum SMS- Versand nach England (Twitter nutzt einen englischen SMS- Anbieter für den Empfang und Versand). Auf die Anfrage wie viele Leute im Saal denn twittern würden, gehen definitiv zu viele Hände gen Decke. Als dann auch noch angemerkt wird, dass da wohl jemand schon um die 50 SMS versendet hat, muss sich der hier Schreibende dezent an den Kopf fassen, aber nickt dann auch ab, dass es da wohl akuten Handlungsbedarf seitens Unkostendezimierung gibt ;)
Das Problem:
Wie man unschwer lesen konnte, war ich von Twitter mehr als angetan und das hat sich bis zum heutigen Tage (mehr als 1 Monat danach) sogar noch gesteigert. Manche Sachen müssen sich eben erst ein wenig “warmspielen”. Lange Rede kurzer Sinn, von Anfang an war es nicht nur mein Anliegen, eine günstige und verlässliche “Mobile”- Twitter- Option zu haben. Der Browser auf meinem K800i verweigert leider den “Update”- Knopf. Somit interessiert mich primär das “OUT”. SMS für bis zu 49 Cent sind untragbar und nur im absoluten Notfall zu verwenden, einer zumindest funktionellen WAP-Site wurde neulich seitens API der Saft abgedreht. Bleibt fast nur noch 30Boxes, was zwar schon irgendwie klappt, aber dann doch nicht der Knaller ist. Der gute Muhh warf dann im Laufe der Tage mit zwei Java Clients (twitteresce und tinytwitter) um sich, die leider bei mir sowas von komplett nicht funktionierten, dass ich Klappcomputerloses Nerd- Opfer sogar auf so katastrophal idiotische Ideen wie mail2twitter (username&passwort im Betrefffeld, ja ne, ich klar!) zurückgreifen wollte. Spätestens in den Staaten, wo man bekanntlich auch für den Empfang von SMS zahlt, ist also auch das “Incoming” relevant.

Eine Lösung:
Umso cooler, dass dann Gutes doch noch besser wird und Sarik samt Team heute den sogenannten “cellity Tweeter” präsentieren. 27kb Java Code ohne großen grafischen Schnickschnack, just Friends- Timeline (die 20 letzten Einträge) sowie Tweet- Option. Listet und schickt bis jetzt ohne Probleme, Timeline waren exemplarisch 871Bytes OUT sowie 24812Bytes IN, 140 Zeichen Twit 1244Bytes OUT und 571Bytes IN. Ich hab mich vor kurzem für so ein Internet-M Paket bei dem Münchner Verein entschieden, 200MB fürn 10er. Selbst mit 10MB sollte man verhältnismäßig weit kommen, behaupte ich mal ;) Wünschenswert wäre noch eine Minimize- Option wie beim Cellity- Client selbst. Müsste zu realisieren sein, oder?
Cellity selbst verdient nichts an dem Client oder an der Nutzung, es fallen ausschließlich die Datenverbindungskosten an. Jedoch ist zu beachten, dass selbige spätestens bei PrePaid- Karten vehement hoch sein können. Es empfiehlt sich, einen Volumen- anstatt Zeitbasiertem Tarif zu wählen (laut meiner Erfahrung). Mehr Info bei Handytarife.de (leider nicht sonderlich aktuell). Ebenfalls ist die Applikation unabhängig von dem normalen Cellity- Programm. Läuft wohl auf jedem Java 1.0/2.0 fähigen Mobiltelefon.
Nachdem man obrige Eingabemaske ausgefüllt hat, bekommt man eine SMS mit dem Download- Link zugesendet. Hierzu muss man kein Cellity Kunde sein, allerdings zur Identifizierung seine Handynummer angeben. Nach dem Empfang der Datei und entsprechender Installation trägt man erwartungsgemäß den Benutzernamen (eMail) und seine Handynummer ein und anschliessend das Passwort. “Tweet” ermöglicht das eintippen der Nachricht (mit T9-Support, zumindest hier), “More” öffnet das Kontext-Menü mit “Update Timeline”, “Login Data” (erneute Passworteingabe), “Tell a Friend” (Bewerbung via SMS) und “Exit”.
Fazit:
Zumindest für mich ist das Problem mit dem “mobilen” Twittern gelöst. Ein schlanker und kosteneffizienter Client, der sicherlich noch weiter verbessert werden kann. Aber für eine Idee, die Ende letzter Woche entstand und heute bereits so gut funktioniert, ziehe ich meinen Hut. Die ein oder andere Nightly Session durften die Entwickler wohl aufs Parkett legen, aber das Ergebnis fingert sich wirklich schon sehr verlässlich, mehr davon :) Ich durfte das ganze schon ein paar Stunden vorher Betatesten und konnte somit 2-4 Worte mehr dazu platzieren.
PS: Screenshots werden bei Zeiten nachgereicht.
Nachtragend: Hier die versprochenen Screenshots (merci Jay16K). Ebenfalls der Hinweis auf Version 1.1.5 die ein gehöriges Feature Plus erfahren hat. Prima Cellity, die gewünschte “Minimize-Funktion” s. oben wurde ebenfalls nachgereicht.



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