Wie weitestgehend bekannt gehöre ich zum allzeit faulen Studentenpack, dafür wurde ich mehrfach gegruschelt. Und da die Bahn ja bekanntlich nicht immer zur Verfügung steht, vertreibe ich mir die Zeit mit Unmengen von Magzinen, Zeitschriften und Pornoheftchen.
Derzeit ultra angesagt bei mir: ZEIT Campus und für ein Schmunzeln beim Warten die NEON. Für Freunde von Verlags-Puzzle: Die Zeit ist Teil des Holtzbrinck Verlages (genau der!) und die NEON gehört zu Gruner + Jahr.
Die ZEIT Campus ist wie zu erwarten vor allem für Studenten interessant, sie bietet Info, News, Interviews und informative Reportagen rund ums “studieren, arbeiten und leben” (Slogan der Zeitschrift). Für 2,50€ bekommt man alle 2 Monate (die nächste Ausgabe bekommt ihr ab dem 5. Dezember) die richtige Lektüre für die Zeit des Studierens davor, danach und dazwischen auch (Slogan eines italienischen Schnapsherstellers).
Diesen Monat besonders lesenswert in ZEIT Campus:”Das System Uni: Eine Hochschule funktioniert nach ganz eigenen Regeln. Nur wer druchblickt, geht als Student nicht unter.” S2.0 S.20 Nicht nur für Studienanfänger und kommende Studenten eine gute Übersicht über alle Institutionen und Instanzen, die man kennen und bei welchen man schleimen sollte.
Ausserdem ein Bericht über US-Studenten die als Produkttester sich ein Zubrot verdienen: “Die Welt da draußen” S.56 Sollte mich vielleicht als Viagra Tester engagieren lassen.
Ein Knaller ist auch das Service Special, in dem auf ganzen 8 Seiten (ab S.44) “Tipps für den perfekten Lernplan, stressfreie Seminararbeiten, das richtige Referat und die Rettung in allerletzter Minute” – ein Notfallplan für alle Fälle :D
Die NEON bietet nicht ganz soviel nützliche Tipps, dafür aber mehr unterhaltende und/oder spannende Artikel und einen Jargon, der Lust aufs Lesen macht. Mit 3,00€ gerade noch erschwinglich, und von mir monatlich entgegengefiebert. Die nächse NEON findet ihr ab dem 19. November im aufgeräumten Zeitschriften-Handel.
Besonderst prickelnd diesmal der Bericht (ab S. 41) über “Putins Kinder”, die Jugendorganisation Naschi, die mit radikalen Parolen und AK-Sturmgewehren gegen alles “Böse” dieser Welt ankämpfen und die Linie des amtierenden russischen Präsidenten auch nach dem Ende seiner Amtszeit fortführen wollen.
Ein oben genanntes Schmunzeln huscht mir immer über die Lippen wenn ich die Beziehungskisten-Reporte in der NEON aufschlage (es ist fast immer was über Männlein vs Fräulein oder andere Kombinationen zu lesen). Diesmal kämpft NEON für die Lebensform des Singles: “Lieber allein” ab S.54
Meine Lieblings-NEON-Kolumne ist eindeutig “NEIN DANKE!”, in der Autor David Pfeifer berichtet warum er sich manche Dinge einfach niemals kaufen würde, selbst wenn das Geld für eine “Schöne Uhr” (auf S. 142) da wäre.

Also falls ihr immer gelangweilt am Bahnhof oder in der Mensa rumhockt, euch Handygames und Heftchen wie Coupé zu seicht sind, saved doch einfach mal the printmedien. Danke.







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