11/27/2006
Wer liebt es nicht aus der Dusche zu springen um triefend nass das Telefon mit glitschigen Fingern krampfhaft festzuhalten, nur um dann erklärt zu bekommen, dass man jetzt schon
fast eine Million gewonnen haben könnte?
Wem in diesen Moment das Telemarketing Gegenskript nicht weit genug geht, der wird sich möglicherweise mit dem Telecrapper 2000 anfreunden können, die Beispielkonversationen sind allemal einen Blick wert. Aber dass man auch ohne großen Aufwand dennoch viel Spaß mit Telefondrückern haben kann, zeigt das folgende Gespräch über das ich Tränen gelacht habe:
Für diesen jungen, aufstrebenden Call-Center-Agent ändert sich alles, als er nicht seinen potentiellen Kunden, sondern einen nicht sehr freundlichen Kriminalbeamten erreicht und durch seinen Anruf selbst unter Mordverdacht gerät:

Wer liebt es nicht, wenn es nach einer langen Freitag-Nacht am nächsten Morgen um 8:00 an der Tür klingelt, weil sich die Heiligen der Letzten Tage ungeachtete der Laune oder des Katers des Gegenübers gerne über Jesus unterhalten möchten?
Dieser genervte Australier dreht den Spieß um und fliegt in die Welthauptstadt der Mormonen, Utah, um mit diesen um 8 Uhr morgens über die Vorzüge des Atheismus zu reden:
http://video.google.com/videoplay?docid=4427973382931109727
11/4/2006
… sein Name war Max, Codename Max.
Microsoft Max um genau zu sein. Und irgendwie wollte Max der Vorreiter der Generation Longhorn sein. Irgendwie innovativ und total einfach, so mit wenigen Knöpfen aber doch professionell und natürlich stylish und glänzend und mit nahtloser Web-Anbindung und Feeds und mit Bildbearverwaltung und natürlich mit Community und Family und Blogs und Filesharing aber legal … also irgendwie total hip und 2.0 halt.
Und im Gegensatz zum alten Bruder und schwarzen Schaf Microsoft Bob machte Microsoft Max seine Sache gar nicht so schlecht. Kurz hätte man wirklich glauben können, dass Microsoft hier eine ganz neue Richtung
eingeschlagen hat. Max sah schick aus, Golem zeigt hier noch Beweise dafür.
Als Microsoft-seit-DOS-4.01-Power-User, Feed-Junkie und Linux-Frickler war mir Max nie mächtig genug, aber jedesmal wenn Max geöffent hatte musste ich daran denken, wie einem Mac-User hier das Herz aufgehen oder wahlweise bluten müsste. Es war halt irgendwie ein Programm von dem der hippe “I’m a Mac”-Kunstgeschichte-Student aus der Werbung hätte schwärmen können, so gar nicht Microsoft, so gar nicht “PC”.
Ein Programm das sich perfekt in diesen tollen Longhorn-Desktop integriert hätte … dass jeder zweite Linux-Desktop den Longhorn-Konzeptvideos heute ähnlicher sieht als Windows Vista dürfte sich ja mittlerweile rumgesprochen haben.
Naja, vielleicht kommt Microsoft Max wieder, viel später und in kleinen Scheiben und nur für die, die Microsoft mit einer großzügigen Spende für ihre “Ultimate”-Version unterstützt haben.
Bis dahin aber müssen wohl erstmal drastischere Maßnahmen den Verkauf von Windows Vista ankurbeln …
10/30/2006
Wenn es darum geht, ihre Botschaften an den gängigen Filtern vorbeizuschleusen werden die freundlichen
Massen-Mail-Versender von Nebenan immer kreativer. Einige vertiefen sich sogar so in ihre literarischen Ergüsse, dass sie dabei sogar das Werben ganz vergessen und ihre Werke ganz ohne Produktwerbung oder Hyperlinks in die Welt schicken.
Ein paar dieser Gedichte und sogar Haikus konnte ich meinem Spamfilter gerade noch kurz entreißen und ich werde sie an dieser Stelle gelegentlich vorstellen. Also legt eure liebste Schallplatte aufs Grammophon, öffnet eine gute Flasche Wein, setzt euch in den Ohrensessel vor dem Kamin und genießt:
Frank Johnson bereichert unseren Abend mit diesem tiefgründigen Haiku
He had drifted away
he had no, way Stars aimed
his chair came I
Latoya Beasley lehrt uns, dass uns trotz aller Widrigkeiten alle Möglichkeiten offen stehen
genuinely uncomfortable. It’s a feeling like this that makes you social interactions people have nowadays. You go to places you
anywhere.
Ein weiteres Gedicht muss sich der Leser regelrecht erarbeiten, so schickt es der Autor doch gleich in Form mehrerer elektronischer Briefe und zwar ausschließlich in der Betreffzeile. Aus seiner Isolation kann er sich mit diesen anonymen Lettern jedoch nicht befreien:
a pinch of our isolation from his own: substantial behind the
wagons. Anything they have
been in both of the magical and if only in pretense of
yawning locks; isolation from the identity man, mounted, hunted
Ich hoffe für den nächsten Spam-Poesie-Abend auch ein paar deutsche Künstler gewinnen zu können.
Bis zum nächsten Mal …
10/15/2006
Laut Newlaunches.com bekamen 10.000 McDonalds-Kunden in Japan weit mehr als nur ein Lächeln geschenkt. McDonalds Japan hat seine Kunden mit 10.000 billigen, roten, mit gelbem M verunzierten MP3-Flash-Playern beglückt. Dafür mussten diese nur eine Cola erwerben und den darauf befindlichen Gewinncode via SMS an eine kostenpflichtige Nummer schicken.
Und als wären die Gewinner nicht schon gestraft genug, war jeder einzelne der Player mit einer Variante des QQPass-Trojaners infiziert, der sich nach der Infektion durch das Anstöpseln des MP3-Players an einen Windows-Rechner fröhlich an die Arbeit begibt seinem Opfer die Passwörter zu stehlen um diese in die Untiefen des Netzes zu verschicken. In wie weit die nun geschaltete 24-Stunden-Helpline zur Schadensbegrenzung beiträgt bleibt unserer Fantasie überlassen.
via BoingBoing
09/28/2006
Es scheint, als wären Google Maps und Google Earth noch nicht ganz bug-frei. Jedenfalls macht dieses ganz besonders außergewöhnliche Exemplar gerade die Felder zwischen Arlesberg und Hülen unsicher:

Als alter Simpsons-Fan fühle ich mich natürlich sofort an diese klassische Szene erinnert:
